dr. wiebke rösler, moki schirmherrin

Wenn ein Kind schwer erkrankt, bedeutet das für die betroffene Familie einen tiefen Einschnitt. Alle, Eltern, Geschwister und nicht zuletzt das betroffene Kind selbst stehen plötzlich vor einem Berg an offenen Fragen, Sorgen und Ängsten. Viele Dinge, die zuvor selbstverständlich im Alltag bewältigt werden konnten, drohen mit einem Mal aus den Fugen zu geraten. Arzt- und Therapietermine, aufwändige medizinische Untersuchungen und immer wieder Phasen bangen Wartens auf neue Befunde rauben den Betroffenen Kraft und führen sie nicht selten an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.

 

Gerade deshalb ist es von enormer Bedeutung, dass die betroffenen Kinder und ihre Angehörigen bei einem solchen Schicksalsschlag nicht alleingelassen werden. Unterstützung kann in ganz verschiedener Form nötig werden: Das beginnt bei der Pflege des Kindes und im Haushalt. Helfen kann auch die Begleitung bei Therapien und medizinischen Maßnahmen. Vor Allem aber führt ein solcher Einschnitt für alle Beteiligten zu einer enormen emotionalen Belastung. Neben dem Familien- und Freundeskreis als unverzichtbarer Unterstützung können besonders geschulte Fachkräfte dringend benötigte Entlastung bieten und eine wichtige Stütze sein. An dieser Stelle setzt das mobile Kinderhospizprojekt MOKI an.

MOKI möchte Kindern mit einer lebensverkürzenden Erkrankung und ihren Familien auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Dabei steht die individuelle Lebenssituation der Familien im Mittelpunkt. Ein wesentlicher Punkt ist, dass sich pädagogisch und therapeutisch ausgebildete Fachkräfte um die erkrankten Kinder und ihre Familien kümmern und sie zu Hause besuchen. Das gewährleistet eine professionelle Hilfe und eine fachkundige psychosoziale Beratung vor Ort, die auch dank ihrer Spenden für die Betroffenen kostenfrei ist. Zusätzlich sollen Betreuungsangebote und Projekte für Geschwisterkinder die Eltern ganz konkret entlasten. Mit Selbsthilfe- und Trauergruppen sollen Eltern eine weitere Anlaufstelle erhalten, um die Geschehnisse zu verarbeiten.

Das Engagement von MOKI ist gelebte Hilfe zur Selbsthilfe. Eine Hilfe für die erkrankten Kinder und ihre Familien, die dringend gebraucht wird und breite Unterstützung verdient. Deshalb habe ich gern die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen. Machen sie mit! Und zögern sie bei Bedarf nicht, MOKI zu kontaktieren!

 

Ihre Wiebke Rösler